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Aus Drechslerei-Baumann
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Erfinder des Spaßvogels geht in Renter

Freie Presse

Der Planitzer Gute-Laune-Export-Schlager, der Spaßvogel, hat gut lachen. Obwohl sich sein geistiger Vater, Handwerkerurgestein Eckehart Baumann, Anfang März ins wohlverdiente Rentnerdasein verabschiedet, darf das hölzerne Federvieh auch weiterhin seinen spitzen Schnabel nach Lust und Laune in die Gegend recken.

"Ich freue mich, dass mein Sohn Daniel die Drechslerei übernimmt und die Familientradition fortführt. So was ist heutzutage nicht die Regel", sagte der 65-jährige Oberplanitzer. [1]


Bestellungen aus Dänemark

Eckehart Baumann selbst hat mit 21 Jahren die Meisterprüfung abgelegt. 1972  trat er die Nachfolge seines Vaters in Werkstatt und Laden an. Mit dem Spaßvogel, der mittlerweile auch schon 50  Lenze auf dem Buckel hat und deutschlandweit längst zu einem Markenzeichen der Planitzer Drechslerei geworden ist, setzte sich Eckehart Baumann ein eigenes Denkmal. Auch nach dem Generationswechsel wird seine Erfindung weiter produziert. "Es gibt keinen Grund, ihn aus dem Sortiment zu nehmen. Im Gegenteil - die Nachfrage ist umgebrochen groß, wobei uns sogar Bestellungen aus Dänemark vorliegen", verriet Daniel Baumann.

Auch wenn der 37-Jährige an Traditionen festhalten möchte, hat er schon jede Menge neue Ideen ausgebrütet. Neben kunsthandwerklichen Objekten für den Innenbereich sowie Schönem und Nützlichem für den täglichen Gebrauch ist es vor allem eine tierische Eigenkreation, die er als Strandhühner bezeichnet. Keine Konkurrenz zum Spaßvogel, wie er betont, sondern eher eine nette Ergänzung. Allerdings lassen die schlichten, markanten Formen der Strandhühner doch einige Parallelen erahnen. Charakteristisch sind insbesondere die frechen Frisuren. Dass eine davon verdächtig an die Lockenpracht von Gesine Schwan, die in diesem Jahr für das Amt der Bundespräsidentin kandidieren möchte, erinnert, ist laut Daniel Baumann blanker Zufall. "Beabsichtigt war das selbstverständlich nicht. Erst im Nachhinein hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht", meint er und lacht.[2]


Gelernter Beruf? Krankenpfleger

Obwohl Daniel Baumann faktisch in der Werkstatt seines Vaters aufgewachsen ist, zählt er zu den Quereinsteigern. Ursprünglich hat er Krankenpfleger gelernt, absolvierte dann aber von 1991 bis 1994 eine Drechslerlehre. 2001 legte er die Meisterprüfung ab. Seit 2006 darf er sich zusätzlich noch Gestalter im Handwerk nennen. "Diese Zusatzqualifikation, die nicht auf den Werkstoff Holz beschränkt war, ermöglichte mir doch einige Blicke über den Tellerrand hinaus", bekannte er. Und dadurch entstanden auch die ersten Ideen für seine Strandhühner. "Wenn früher ein Drechsler etwas Neues schaffen wollte, hat er sich normalerweise an die Drechselbank gestellt und einfach angefangen auszuprobieren. Ich habe während meiner Ausbildung gelernt, dass Ideen heutzutage ihren Anfang oftmals im Skizzenblock nehmen und von dort aus entwickelt werden", erklärt der 37-jährige Handwerksmeister.

Daniel Baumann (l.) tritt in die Fußstapfen seines Vaters Eckehart und setzt die Familientradition der Drechslerei in dritter Generation fort. Mit seinen Strandhühnern setzt er eigene Akzente. [3]

Markt am Fuße der Burg Schönfels - Gäste schauen Handwerkern über die Schulter

Die Freie Presse berichtet über die Demonstration des Drechselns von Kreiseln:

  • "Neben vielen Stammgästen unter den Besuchern gibt es auch Handwerker, die von Anfang an dabei sind. Zu ihnen gehört die Drechselei Baumann aus Zwickau." [4]

Links

Einzelnachweise

  1. Autor: Andreas Wohland, Publikation: Freie Presse, Lokalausgabe: Zwickauer Zeitung, Erscheinungstag: Freitag, den 20. Februar 2009
  2. Autor: Andreas Wohland, Publikation: Freie Presse, Lokalausgabe: Zwickauer Zeitung, Erscheinungstag: Freitag, den 20. Februar 2009
  3. Autor: Andreas Wohland, Publikation: Freie Presse, Lokalausgabe: Zwickauer Zeitung, Erscheinungstag: Freitag, den 20. Februar 2009
  4. Gäste schauen Handwerkern über die Schulter (Freie Presse)